Katzenbach und Smith

Jon Katzenbach und Douglas Smith1 definieren ein Team wie folgt:

"eine kleine Gruppe von Personen mit sich ergänzenden Fähigkeiten, die sich einem gemeinsamen Zweck, Leistungszielen und einer gemeinsamen Vorgehensweise verschrieben haben, für die sie gegenseitig verantwortlich sind".

Diese einfache Definition vereint Team-Rollenmodelle wie Belbin und Margerison-McCann (komplementäre Fähigkeiten) mit P3-Management (gemeinsamer Zweck und Leistungsziele) und Führungsmodellen wie Hersey und Blanchard und McGregor (gegenseitige Rechenschaftspflicht).

 

 

Unter ihren zahlreichen Beobachtungen von Teams identifizierten sie fünf Stufen der Teamarbeit. Dieses Modell weist deutliche Parallelen zu dem von Tuckman auf, hat aber den zusätzlichen Gedanken der "Leistungswirkung".

  • Arbeitsgruppe
  • Die Teammitglieder kommen zusammen, um Informationen auszutauschen, aber es gibt noch keinen gemeinsamen Zweck oder Leistungsziele, die eine gegenseitige Rechenschaftspflicht erfordern. Jedes Teammitglied ist nur für die von der Gruppe delegierte Arbeit verantwortlich.

  • Pseudoteam
  • Dieses Team befindet sich am unteren Ende der Leistungskurve. Die Mitglieder glauben vielleicht, dass sie Teil eines Teams sind, verhalten sich aber noch nicht wie ein solches. Dies kann daran liegen, dass sie nicht das Risiko eingehen wollen, sich für ein gemeinsames Ziel und die damit verbundene gegenseitige Rechenschaftspflicht zu engagieren.

  • Arbeitsfähiges Team
  • Auf dieser Ebene bewegen sich die Teammitglieder auf ein gemeinsames Ziel und einen gemeinsamen Ansatz zu dessen Erreichung zu. Sie arbeiten auf ein höheres Leistungsniveau hin und müssen sich auf eine gegenseitige Rechenschaftspflicht einigen.

  • Potenzielles Team
  • Bei dieser Art von Team hat eine kleine Gruppe von Personen ein gemeinsames Ziel und einen gemeinsamen Ansatz. Sie haben komplementäre Fähigkeiten und sind gemeinsam für die Ergebnisse verantwortlich.

  • Hochleistungs Team
  • Der Unterschied zwischen einem potentiellen Team und einem Hochleistungs-Team liegt in den Beziehungen zwischen den Teammitgliedern. Hochleistung resultiert aus dem Engagement der Teammitglieder für das persönliche Wachstum und die Entwicklung der anderen.

 

  1. Katzenbach, J. R. und Smith, D.K. (1993), The Wisdom of Teams: Creating the High Performance Organisation, Harvard Business School, Boston
SHARE THIS PAGE

11th August 2014Link to Italian translation added

Zurück zum Anfang